Unsere Geschichte

Die Gaststätte Schulte-Lind kann auf eine mehr als 175-jährige Geschichte zurückblicken und zählt heute zu den ältesten Familienbetrieben im Gastronomiebereich in Papenburg.

1837
erhielt der Papenburger Stephen Wessels die erste Konzession für eine „Gast- und Schenkwirtschaft“ an der linken Kanalseite.
Stephen Wessels war gleichzeitig als Wärter für die direkt vor dem Hause gelegene Kastenschleuse eingesetzt.

1858
Schleusenpächter Arnold Schürmann, der Ururgroßvater des heutigen Inhabers übernahm die Gaststätte und baute zeitgemäß aus.

1879
Der Betrieb hatte sich längst einen guten Namen gemacht als Schürmann die Gaststätte 21 Jahre später an Heinrich Lind, der in die Familie Schürmann eingeheiratet hatte, übergab.

1889
Eine Postannahmestelle wurde in den Räumen eingerichtet. Die Obenender Bürger konnten bei „Heini“ fortan ihre Briefe abgeben und Postwertzeichen erwerben. Nachfolger wurde später dessen Sohn Arnold, der die Gaststätte mit Erfolg durch eine schwierige Zeit führte.

1937
starb Arnold Lind und seine Frau, die vielen älteren Papenburgern noch als „Tant‘ Marie“  in guter Erinnerung sein dürfte, führte das Geschäft zunächst alleine weiter. Nach ihrer Verehelichung mit Gerhard Schulte wurde der Familienbetrieb in „Gaststätte Schulte-Lind“ umbenannt, ein Name der noch heute und auch in Zukunft Bestand haben wird. Ende der 40er Jahre gliederte man der Gaststube erstmals einen geräumigen Saal für Familien- und Vereinsfeste an.

1954
übernahmen Sohn Heinrich und seine Ehefrau Maria Lind die Gaststätte. Das alte, die Gaststube beherbergende Gebäude war mit den Jahren baufällig geworden und musste einem großzügigen Neubau weichen. Der Betrieb wurde seitdem durch Um- und Anbauten erweitert und ständig modernisiert.

In den 50er Jahren hatte sich der Betrieb als Tanzstätte einen guten Namen gemacht. Die Resonanz reichte bis weit über die Ortsgrenzen hinaus in den Hümmlinger und den angrenzenden ostfriesischen Raum hinein.

Viele Paare verdanken ihr Kennenlernen den Tanzabenden
bei Schulte-Lind. In einer Zeit, in der das Fernsehen noch in den Kinderschuhen steckte und für die meisten Einheimischen noch ein unerfüllbarer Luxus war, führten Heinrich und Maria Lind in ihrem Saal vorübergehend sogar Wanderfilme vor.

In einer Anzeige aus dem Jahr 1952, die in der Gaststube aushängt, ist zu lesen, dass die Bevölkerung zur Deutschland-Premiere des „Tarzan-Streifens“ mit Johnny Weissmüller eingeladen war.
Viele Konzerte und Festlichkeiten fanden fortan im Saal und ab 1962 auch auf der Garten-Tanzfläche und in den Lauben hinter der Gaststätte statt.

1980
Nach einer weiteren großen Baumaßnahme im Jahr 1980 standen in den Restaurations- und Gesellschaftsräumen des Hauses Schulte-Lind Plätze für rund 250 Personen zur Verfügung. Hinter dem Betrieb befinden sich ein Reitplatz mit großer Halle und ein Kinderspielplatz.

1993
Heinz-Werner Lind und Ehefrau Anke übernahmen den elterlichen Betrieb im Jahr 1993 und führten nochmals einen großen Umbau durch, bei dem unter anderem der Saalbereich von zuletzt 300 auf rund 400 m² vergrößert wurde. Auch Mutter Maria ist nach wie vor mit großem Eifer in dem Familienunternehmen tätig und sorgt, ebenso wie die Geschwister der jungen Inhaber, für tatkräftige Unterstützung bei den Veranstaltungen.